01.09.16

Frauen im Freihantelbereich & meine Fitnessroutine



Seit circa einem Monat bin ich endlich wieder im Gym und kann meiner Liebe zum Krafttraining nach einem knappen halben Jahr wieder nachgehen. Ende letzen Jahres habe ich mich aufgrund meines näher rückenden Schulabschlusses in Form meines Abiturs dazu entschlossen mit dem Training zu pausieren und mich auf meine Prüfungen zu konzentrieren.
Des Weiteren war ich aus ganz unterschiedlichen Gründen unzufrieden mit meinem damaligen Fitnessstudio. Aber am meisten misfallen hat mir, dass mir dort das Gefühl vermittelt wurde, ich hätte im Freihantelbereich nichts zu suchen.Und ich finde das ist ein absolutes No-Go! Jeder ist dazu berechtigt dort zu trainieren und wirklich keiner - sei es eine Frau oder sei es jemand, der gerade ganz neu anfängt oder sonst irgendjemand - sollte schief angesehen werden, weil er sich an die schweren Gewichte traut. Alle sind im Großen und Ganzen betrachtet mit dem selben Ziel, der selben Motivation und dem selben Gedanken da: "Ich möchte etwas für mich, für meinen Körper tun!". Sei es  Gewichtsreduktion oder Muskelaufbau oder aus gesundheitlichen Gründen notwendig , das sei dahin gestellt. Wir zahlen alle unseren monatlichen Beitrag, haben alle einen Vertrag unterschrieben und möchten alle nur eins tun - Sport treiben. 
Ich gebe zu - als ich in meinem neuen Fitnessstudio zum ersten Mal in den "Powerraum" gegangen bin, war ich froh, dass mein Freund an meiner Seite war. Neues Studio, neue Leute, neue Umgebung. Ich war natürlich zunächst auch ein bisschen durch die Überzahl an Männern eingeschüchtert, aber beim nächsten Mal war das Gefühl dann auch schon wieder verschwunden. Es gibt wirklich absolut keinen Grund sich in irgendeiner Weise zu schämen oder unwohl zu fühlen. Ich glaube sogar, dass viele Männer eigentlich beeindruckt sind. Und selbst wenn das nicht so sein sollte, kann man sich das wenigstens einreden und man fühlt sich direkt ein bisschen selbstbewusster - oder?
Im Kraftsport habe ich wirklich die perfekte Sportart für mich gefunden, obwohl ich davor schon so viel ausprobiert hatte - sei es  Volleyball, Badminton, Yoga, Turnen, Tischtennis, Judo oder sogar HipHop. Absolut nichts hat mich so gefordert, oder glücklich gemacht wie das Training mit schweren Gewichten. Ich sehe beinahe wöchentlich die Veränderungen an meinem Körper. Meine Beine sind bereits kräftiger geworden, man sieht mittlerweile den Ansatz eines Bizeps, wo vorher nur Stöckerärmchen waren und mein Bauch ist auch deutlich flacher geworden. Es ist für mich der perfekte Ausgleich in meinem Alltag und es bereitet mir riesengroßen Spaß! Ich habe die volle Kontrolle über meinen Körper und kann ihn ganz nach meinen Vorstellungen "formen". Ich persönlich bin zum Beispiel ein Fan von muskulösen Beinen und einem großen Po - weshalb ich mein Training so abgestimmt habe, dass ich diese beiden Bereiche 2x die Woche trainiere. Jetzt zum Wiedereinstieg habe ich nur mit einem 2er-Splitt angefangen, das heißt an den anderen zwei Tagen habe ich den Oberkörper, sprich Rücken, Bizeps, Trizeps und Brust trainiert. Allerdings natürlich nicht ganz so intensiv wie Po & Beine, da ich viel mehr Muskelgruppen abzudecken hatte. Ab nächster Woche werde ich dann aber auch schon wieder zu einem 3er-Splitt wechseln, was aber wiederum heißt, dass ich dann Bizeps, Trizeps, Brust und Rücken zwar jeweils nur noch einmal in der Woche trainiere, aber dafür mit einer viel höheren Intensität. 

Falls man ebend keinen monatlichen Beitrag für das Fitnessstudio bezahlen möchte, weil es vielleicht zu teuer ist, zu viel Anfahrtzeit in Anspruch nehmen würde, man lieber alleine Sport treibt, man gerade neu einsteigt oder man eventuell aufgrund des Jobs nur sehr unregelmäßig Zeit zum trainieren hat, der kann natürlich Krafttraining genauso gut Zuhause absolvieren. Auch ich habe das lange Zeit gemacht, auch in der Vorbereitungszeit für mein Abitur. Zuerst habe ich nur Bodyweight-Trainings gemacht und im Laufe der Zeit dann schließlich mit zusätzlichen Gewichten gearbeitet, weil sich mein Equipment nach und nach angesammelt hat. Falls ich es auch heute noch zeitlich nicht schaffe ins Gym zu fahren, mache ich das immer noch gerne. Für mich gibt es also im Prinzip keine Ausrede, um keinen Sport zu machen.




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